Unsere Arbeit

 

Das Ziel unseres Vereins ist es, das Elend der Straßenhunde in einem der verlassensten Winkel Griechenlands zu mildern.

 

Wir handeln nicht mit Hunden, sondern wollen durch gezielte Kastrationsaktionen das Leid der Hunde lindern. So haben wir seit unserer Gründung über 2300 Kastrationen in Zusammenarbeit mit in- und ausländischen Tierärzten organisieren und durchführen können. Sehr unterstützt werden wir dabei von einer Tierklinik vor Ort.

 

Bis Anfang 2019 haben wir nur Hunde vermittelt, die nach den Kastrationen aufgrund ihres schlechten Zustandes nicht mehr an ihre Futterplätze zurückgebracht werden konnten und von uns gesundgepflegt werden mussten. Unser Leitspruch ist es, nicht nur Welpen eine Chance zu geben, sondern auch und vor allem kranken, verletzten, alten und gebrechlichen Hunden.

 

Im Februar 2019 haben wir von einem verstorbenen Animalhoarder 43 verwahrloste Hunde übernommen, wohlwissend, dass wir uns das eigentlich als kleiner Verein nicht leisten können. Eine Verzweiflungstat, denn die zuständige Gemeinde hatte beschlossen, diese Hunde zu vergiften da der ehemalige Vermieter bereits das Haus in Brand gesetzt hatte, um die Hunde zu vertreiben.

 

Viele ehrenwerte Tierschutzvereine haben seinerzeit trotz vieler Aufrufe auf Facebook und auf anderen Portalen vor diesem endlosen Leid die Augen verschlossen, obwohl es doch einfach gewesen wäre, wenn jeder zwei oder drei oder gar fünf Hunde übernommen hätte. Aber 80 Prozent der Hunde waren mit Krankheiten behaftet, alt oder verletzt.Sie waren eben nicht so leicht vermittelbar und keine Welpen. Da schaut man dann lieber weg.

 

Bis zu dem Zeitpunkt der Übernahme der Hunde konnten wir unsere laufenden Kosten genau abschätzen, denn Kastrationen lassen sich vorausplanen. Kein Geld, keine Kastrationen.

 

Aber plötzlich war alles anders. Enorm hohe Tierarztkosten sind auf uns zugekommen, sei es in Griechenland oder nach Vermittlung auch in Deutschland. Wir mussten Unterkünfte bauen, um den Hunden ein würdiges Leben zu ermöglichen. Das haben wir alles geschafft. Wir haben mit viel persönlichem Einsatz und Herzensblut eine ordentliche Station geschaffen, aber viel lieber würden wir unsere Hunde in ein liebes Zuhause vermitteln, und zwar an Menschen, die keinen perfekten Hund erwarten, sondern einer geschundenen Seele vorbehaltlos ein liebevolles Zuhause geben wollen und können.

 

Wir müssen uns manchmal anhören, dass die Schutzgebühr, die wir für die Hunde nehmen, zu hoch ist. Das ist nicht so. Die Schutzgebühr deckt lediglich die Flug- bzw. Transportkosten. Bevor wir einen unserer Hunde gesund zur Adoption freigeben können, müssen wir das Zwei- bis Dreifache der Schutzgebühr an Tierarztkosten aufbringen.

 

Von vielen Tierschützern und einigen anderen Vereinen werden wir für unsere Arbeit belächelt, aber wir leisten entweder ganze Arbeit oder wir fangen gar nicht erst an.

 

Um unser Vorgehen zu verstehen, muss man vor Ort sein und dort seine Erfahrungen sammeln, denn aus der Ferne Fotos anzusehen ist einfacher als dem Leid und Elend in lebendige Augen zu schauen.

 

 

WER MENSCH SEIN WILL, MUSS SICH SEINER VERANTWORTUNG FÜR DIE TIERE BEWUSST SEIN.

WIR HABEN DIE PFLICHT, UNSERE STIMME FÜR DIE SPRACHLOSEN ZU ERHEBEN.

 

(Fritz Muliar, österr. Schauspieler)

Station Nea Morsini II

Xanthi

 

Im August 2018 haben wir den Kaufvertrag für ein 8.000m2 großes Grundstück unterschrieben. 2019 mussten dort provisorisch die ersten 43 Notfälle aufgenommen werden. Jetzt, 2020 beginnen die Arbeiten für neue Gehege, Wasser- und Stromanschlüsse.

 

Mittelpunkt unserer Station ist ein Gebäude mit einem geplanten Operations- und Behandlungsraum, der zur Zeit nur als Behandlungsraum benutzt werden kann, in dem später Kastrationen durchgeführt werden können.

 

Die ebenfalls dafür notwendigen Quarantänezwinger haben wir bereits fertig gestellt.

 

Angeschlossen ist ein Versorgungs- und Techniktrakt. Hier wird Futter gelagert und für Tierschützer in den Bergen zur Abholung bereit gestellt. Dieses Futter wird von den griechischen Tierschützern an den Futterplätzen in den Bergen verteilt.

 

Straßenhunde werden einfangen, kastriert und nach 3tägiger Erholung wieder an ihre angestammten Plätze zurück gebracht und dazu werden Futterstellen für sie eingerichtet. Nur Welpen und Tiere, die auf der Straße keine Chance mehr haben, werden bei uns bleiben. Für diese Tiere werden wir weiterhin ein liebevolles zu Hause suchen.

 

Jeder Hund, der nach Deutschland vermittelt wird, gibt einem anderen Hund die Chance für eine Neuaufnahme. Wir bringen die Hunde erst nach Deutschland, nachdem wir sie wieder gesund gepflegt bzw. bei mutterlosen Welpen den Grundstein für ein angstfreies Leben gelegt haben.

 

Unsere Arbeit wird nur von Spendern, von privaten Sponsoren und freiwilligen Helfern unterstützt. Menschen mit einem großen Herz für Tiere engagieren sich und stellen uns Geld zur Verfügung damit wir alle diese Dinge realisieren können. Dafür möchten wir uns an dieser Stelle noch einmal recht herzlich bedanken.

 

 

Das ganze Engagement kostet nicht nur unsere ganze Kraft und Zeit sondern auch viel Geld und ist deshalb ein täglicher Kampf ums Überleben! Wir sind ein kleiner Verein mit sehr großen Plänen. Werden Sie ein Teil von uns, bitte unterstützen Sie unser Projekt.