21.05.2026
Wir haben lange und intensiv darüber nachgedacht, ob wir dieses Schicksal mit euch teilen sollen.
Nicht, weil wir das Leid nicht zeigen wollen. Sondern weil die Umstände dahinter fast unerträglich sind.
In den vergangenen Jahren haben wir in Griechenland unzählige Hunde gesehen, die verhungern, misshandelt oder krank sind – oder die von der Welt schlichtweg vergessen wurden.
Wir haben versucht zu helfen, wo immer wir konnten. Doch manchmal werden selbst wir mit einer Grausamkeit konfrontiert, die uns sprachlos macht.
An dem Tag, an dem Thelma gerettet wurde, ereignete sich etwas, das uns bis heute verfolgt.
Als unsere Tierschützerin auf dem Rückweg war, bemerkte sie einen Hund, der beim Anblick des Autos panisch ins hohe Gras flüchtete.
Ihre Reaktion im Video spricht lauter als tausend Worte. Wir haben den Ton aus dem Reel aus Respekt entfernt.
Schon in diesem Moment war klar: Dieser Hund brauchte sofortige Hilfe. Was wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht wussten, war das ganze Ausmaß seines Leidens.
Getrieben von unerträglichen Schmerzen schleppte sich das arme Geschöpf auf ein verlassenes Grundstück – inmitten von Autowracks und den Ruinen eines alten Hauses.
Stundenlang und die ganze Nacht hindurch suchte man nach ihm. Jede Minute zählte. Jede Minute bedeutete noch mehr Leid.
Erst in den frühen Stunden des darauffolgenden Morgens gelang es , ihn unter einem alten Schrottauto einzufangen, wo er sich in Panik erneut versteckt hatte und zu einem Tierarzt zu
bringen.
Dort offenbarte sich die traurige Realität. Er war nicht mehr zu retten.
Der Hund hatte keinen Namen. Niemand hatte ihn vermisst. Niemand hatte für ihn gekämpft.
Bis zu jenem Tag.
Jemand hatte ihm mit einem Gewehr einen Teil des Kiefers weggeschossen. Ein großer Teil seines Oberkiefers war zerstört. Die Verletzungen waren bereits mehrere Tage alt, die Infektion weit
fortgeschritten.
Die Sepsis hatte seinen Körper bereits vergiftet. Die hohen Temperaturen hatten ihr Übriges getan.
Der Tierarzt konnte ihm nicht mehr helfen.
Das Einzige, was diesem gequälten Geschöpf noch geschenkt werden konnte, war die Erlösung von seinen Schmerzen.
Und genau das macht uns so wütend. Denn dieser Hund ist kein Einzelfall. Er steht stellvertretend für unzählige heimatlose Hunde in Griechenland.
Hunde, die niemand bemerkt. Hunde, deren Schicksal niemand kennt. Hunde, die leiden, verhungern, misshandelt oder erschossen werden – ohne dass es jemals jemand erfährt.
Dieser Hund hatte nicht einmal einen Namen. Aber er hatte Schmerzen. Und er hatte Angst. Er wollte leben. Und er hatte ein Recht auf Mitgefühl.
Gegen den Täter wurde Anzeige gegen „Unbekannt“ erstattet. Wir werden uns dieser Anzeige anschließen. Tierquälerei dieses Ausmaßes darf nicht ungestraft bleiben.
Für diese verlorene Seele kommt jede Hilfe zu spät. Doch für viele andere Hunde ist es noch nicht zu spät.
Bitte schauen Sie nicht weg. Denn genau dort, wo niemand hinschaut, beginnt das größte Leid.
21.05.2026
Dank unserer Ausdauer und zahlreicher Tricks konnten wir diese Hündin nach Monaten endlich einfangen.
Sie litt unter einem großen Tumor am Hinterbein und musste zudem dringend kastriert werden.
Anfang der Woche gelang es schließlich, sie auf unser Grundstück zu locken. Allerdings war die Fluchtgefahr groß, da die Hündin äußerst ängstlich reagierte. Es musste schnell gehandelt werden:
Der Hundefänger wurde umgehend kontaktiert und konnte sie mithilfe eines Betäubungspfeils sichern. Anschließend wurde sie zum Tierarzt gebracht, der bereits vorbereitet war.
Der Zustand der Hündin stellte uns vor eine schwierige Entscheidung, da sie tragend war und ihre Gesundheit insgesamt sehr angegriffen war. Letztlich wurde sie kastriert und der Tumor am
Hinterbein entfernt.
Für ihre Genesung wurde sie bei uns aufgenommen, wo sie sich nun langsam erholen kann. In den folgenden Wochen werden weitere Bluttests durchgeführt, um gezielte Behandlungen einzuleiten.
Ihr Alter wird vom Tierarzt auf etwa sieben bis acht Jahre geschätzt.
31.03.2026 Xanthi
Am letzten Abend fiel uns ein Rüde vor dem Orange Foodstore auf, als wir spontan spät noch etwas essen wollten. Er war neu in der Gegend, wirkte verloren , schutzsuchend und hatte eine sichtbare
Verletzung am rechten Vorderbein, die auf einem Foto eindeutig erkennbar ist.
Der Kellner versuchte, den Hund zu vertreiben, woraufhin wir ein ernstes Gespräch mit ihm führten, um ihn zum Nachdenken anzuregen. Es war ihm sichtlich unangenehm, da er solch vehemente
Reaktionen von Gästen offenbar nicht gewohnt war. Doch irgendwo muss ein Umdenken beginnen – und zwar schnell, nicht erst irgendwann.
Leider konnten wir den Hund nicht mitnehmen, haben aber den zuständigen Hundefänger informiert, damit dieser ihn zum Tierarzt bringt. Sein Verhalten ließ darauf schließen, dass er direkt vor dem
Foodstore ausgesetzt wurde. Immer wieder lief der Hund ziellos die Straße entlang sowie hin und her.
Es ist einfach nur traurig und beschämend, dass Menschen ihre Hunde in fremden Gebieten, häufig in der Nähe von Schnellstraßen, zurücklassen.
29.03.2026
Heute sind wir, zusammen mit unserer Marion Sterf, zu einem kurzfristigen Einsatz nach Griechenland geflogen, um unsere Hunde zu besuchen und natürlich zwei volle Tage zu helfen.
An dem letzten Rastplatz , 25km vor Xanthi, biete sich uns immer wieder das gleiche traurige Bild.
Verlassene Hunde und Katzen, die auf das Mitleid von Reisenden angewiesen sind, um wenigstens etwas zum essen zu bekommen.
29.03. bis 01.04.2026
Arbeitseinsatz in Xanthi bei unserem Tierschutzprojekt
Was uns bei unserem Besuch aufgefallen ist: Seitdem wir kontinuierlich am Schrottplatz kastrieren, haben sich auch die Anwohner ein Herz gefasst. Dort betreiben wir derzeit unsere
Futterstelle.
Mit Freude haben wir festgestellt, dass die Anwohner begonnen haben, selbst Trockenfutter für die Hunde bereitzustellen. Es ist zwar ein kleiner Erfolg, aber er zeigt, dass ein Umdenken
stattfindet.
Trotzdem fragen wir jeden Tag nach, ob irgendwo Hilfe benötigt wird, beispielsweise bei kranken Hunden. Die Kastrationen werden ebenfalls fortgesetzt, da immer noch einige Hunde am Schrottplatz
nicht eingefangen und entsprechend kastriert werden konnten.
08.03.2026
SPENDENAKTION :
PARASTIENSCHUTZ FÜR UNSERE HUNDE in GRIECHENLAND
Es ist wieder soweit - alle brauchen jetzt im Frühjahr dringend wirksamen Parasitenschutz.
Krankheiten wie Leishmaniose, Ehrlichiose, Babesiose, Anaplasmose und auch Herzwurm können nur wirksam bekämpft werden, wenn wir den Hunden rechtzeitig die Scalibor Parasitenhalsbänder anlegen
können.
Es ist so viel mehr als nur eine Prohylaxe.
Mit deiner Spende kannst du LEBEN retten!
Auch einigen Hunden vor unserem Grundstück ermöglichen wir, diesen Schutz zu erhalten, indem wir ihnen nach der Kastration die Halsbänder anlegen lassen vom Tierarzt.
28.02.2026
Insgesamt konnten auch im Februar erneut 5 heimatlose Hunde kastriert werden.
15.02.2026
Unser älteres Hundemädchen Frida, sie wurde nicht nur unserem Tierarzt vorgestellt wegen der plötzlich aufgetretenen Probleme mit den Augen, auch ihre ältere Ellbogenluxation macht ihr große Probleme.
Es war uns trotz aller intensiven Bemühungen nicht möglich, für Frida noch vor dem Beginn des kalten Winters in Griechenland Menschen zu finden, welche Frida einen Pflegeplatz anbieten.
Sie musste den harten kalten Winter in ihrer Hundehütte ausharren, was sich nun sehr stark auf ihr Ellbogenproblem ausgewirkt hat.
Frida wurde geröngt, da sich zusätzlich eine Umfangsvermehrung über ihrer Ellogenluxation gebildet hat.
Wir sind froh darüber, das es sich nicht um eine bösartige Vermehrung handelt, sondern sich hier eine Zyste, auch Gangliom gebildet hat. Frida bekommt derzeit Schmerzmittel. In der kommenden Woche erwarten wir Hr. Dr. Thanasis Karkanis aus Thessaloniki. Er ist Spezialist in der Chriurgie und hat viele Jahre in England studiert und gearbeitet.
Herr Karkanis wird Frida untersuchen und wir alle hoffen, das er ein kleines Wunder bewirken kann.
14.02.2026
Die Notrufe in Griechenland reißen nicht ab. Tag für Tag erreichen uns verzweifelte Bitten um Hilfe. Misshandelte Tiere, kranke und ausgemergelte Tiere, die auf der Straße leben müssen. Die
Situation ist teilweise kaum noch zu bewältigen.
Ein Hund, der offensichtlich misshandelt wurde, ist uns am Samstag gemeldet worden. Leider konnten wir ihn bislang nicht einfangen, da wir dabei auf die Unterstützung des Hundefängers angewiesen
sind. Die Anwohner in der Nähe wurden informiert und gebeten, uns zu alarmieren, falls sie ihn entdecken.
Unser Tierarzt steht ebenfalls bereit und wird sofort die notwendige medizinische Versorgung einleiten, sobald der Hund gesichert ist.
07.02.2026
Unser Angelo musste erneut in einer Tierklinik vorgestellt werden, da er einen erneuten dermatologischen Schub erlitten hat, der bisher in der vorherigen Klinik nicht geklärt werden konnte.
Aus diesem Grund haben wir uns entschieden, die Tierklinik in Thessaloniki aufzusuchen und ihn einem Dermatologen vorzustellen.
Angelo wurde gründlich untersucht und bekam zunächst Antibiotika verschrieben, da sich die offenen Wunden entzündet hatten. Als nächster Schritt sind ein weiterer Hautabstrich sowie eine Biopsie
geplant. Der Tierarzt vermutet aktuell eine Autoimmunerkrankung, kann dies jedoch noch nicht bestätigen, da die Ergebnisse der laufenden Tests abgewartet werden müssen.
06.02.2026
Jule - ihr Schicksal hat uns tief berührt
Am vergangenen Freitag erhielten wir einen Anruf von unserem örtlichen Hundefänger, der derzeit mit uns zusammenarbeitet, um heimatlose Hunde zu kastrieren.
In unserer Nähe hatte er gerade einen Rüden eingefangen und wollte ihn zum Tierarzt bringen, als eine Frau von der angrenzenden Fabrik auf ihn zukam. Sie berichtete, dass ein kleiner Hund von
einem Auto angefahren worden sei und sich seit zwei Tagen verletzt in einem nahegelegenen Gebüsch verstecke.
Sofort machte er sich auf den Weg, und tatsächlich gelang es ihm ein kleines Hundemädchen zu sichern.
Doch wohin mit ihr?
Zuerst brachte er sie zum Tierarzt. Leider war ihr Zustand schlimmer als gedacht. Durch den Unfall war sie zwar nicht schwer verletzt, doch über ihrem Hinterbein befand sich ein riesiger Tumor,
der bereits offen war und dringend operiert werden musste.
Wie so oft in solchen Fällen wurde die arme Hündin offenbar sich selbst überlassen. Vermutlich gehörte sie einem Jäger, denn sie trägt zwar einen Mikrochip, doch dieser ist nicht
registriert. Und nach griechischem Recht werden Jäger besonders geschützt.
Die kleine Maus, die von uns auf den Namen Jule getauft wurde, wird auf 10+ geschätzt.
Doch wer übernimmt in so einem Fall die Kosten und wohin kann eine alte Hündin wie sie gebracht werden?
Die Realität ist ernüchternd: Niemand zahlt für solche Operationen und eine Unterkunft für einen alten Hund zu finden, ist in Griechenland fast unmöglich.
Unsere eigene Lage ist mehr als angespannt. Wir sind absolut am Limit, weil wir immer weniger Tiere vermittelt bekommen. Zu alt, zu groß… Die Gründe sind vielfältig.
Auch finanziell befinden wir uns in einer absoluten Notlage und wie lange wir den Hunden in unserer Notstation und auf unserem Grundstück noch eine sichere Zuflucht bieten können, wissen
wir nicht.
Auf Wunder zu hoffen, wagen wir auch nicht mehr, aber trotzdem konnten wir Jule nicht aufgeben.
Damit wir Jule helfen können, brauchen wir dringend Unterstützung. Für jeden Beitrag sind wir unendlich dankbar – für die Kosten der Tumor-OP, für die notwendigen Blutuntersuchungen und für eine
Pflegestelle in Griechenland, die es wie durch ein kleines Wunder doch noch gab, denn einen Platz bei uns können wir ihr leider nicht mehr bieten.
03.02.2026
Dieser Rüde wurde am 01. Februar 2026 eingefangen und konnte sofort am 03. Februar 2026 von unserem Vertragstierarzt kastriert werden.
Alle Hunde bleiben nach der Kastration weitere 24 Stunden zur Überwachung in der Tierarztpraxis.
28.01.2026
Auch sie kommt vom nahegelegenen Schrottplatz, wo wir sie einfagen und zur Kastration bringen konnten.
12.01.2026
Erneut konnte eine Hündin eingefangen und kastriert werden.
Sie lebt ebenfalls auf dem Schrottplatz in unserer Nähe, wo wir ebenfalls auch einen Futterplatz seit letztem Jahr eingerichtet haben.
08.01.2026
In der ersten Woche des neuen Jahres konnten wir endlich wieder mit den Kastrationen beginnen.
Direkt neben unserer Notstation steht eine Zementfabrik, wo die Mitarbeiter auch mehrere heimatlose Hunde betreuen. Sie sind sehr dankbar, dass unser Verein die Kastrationen für sie
übernimmt.
Diese Unterstützung ist dringend notwendig, um das Leid der Hunde zu verringern. In unserer Gegend werden immer mehr Hunde von ihren Besitzern einfach entsorgt, und leider gibt es niemanden, der
dieses erschreckende Verhalten stoppt.
04.01.2026
Auch diese Hündin konnte eingefangen und zur Kastration gebracht werden, sie befindet sich unweit von uns , auf dem Gelände der Spedition Metafores.
Wir konnten so sicherstellen, das sie nicht in den kommenden Wochen wieder neue Welpen bekommt.
Jede Kastration hilft, die Population zu verringern, Krankheiten und Hunger zu verringern.